Medienberichte
Lesen Sie hier aktuelle Pressestimmen zur Arbeit der IRZ!
Twinning

Ein weiterer wichtiger Teilbereich der Arbeit der IRZ besteht in der Durchführung von Twinning-Projekten. Diese werden seit 1998 von der EU-Kommission in den Programmen IPA für EU-Beitrittskandidatenländer (vormals Phare und Cards) oder ENPI im Rahmen der Nachbarschaftshilfe (ursprünglich Tacis) zum Auf- und Ausbau öffentlicher Strukturen (sog. Institution Building) ausgeschrieben. Beitritts- und Nachbarländer der EU sollen während eines partnerschaftlichen Prozesses in Form von Wissens- und Erfahrungsaustauschen dabei unterstützt werden, den Acquis Communautaire der Europäischen Union zu übernehmen und eine moderne und effiziente Verwaltung aufzubauen. Ziel ist es dabei auch, eine längerfristige Zusammenarbeit zu initiieren. Weitere Informationen finden Sie auch unter auf Seiten des BMWi und der EU.
Zugelassen an dem Bewerbungsverfahren sind ausschließlich EU-Mitgliedstaaten mittels staatlicher Institutionen. Im Bereich des Justizwesens ist die IRZ als sogenannter „mandated body“ registriert, was bedeutet, dass sie sich - in Abstimmung mit dem BMJ - auf Projekte in diesem Bereich direkt für Deutschland bewerben kann. Seit dem Beginn dieser Ausschreibungen im Jahre 1998 hat sich die IRZ auf über 100 Twinning-Projekte beworben. Sie hat über 60 gewonnen und erfolgreich umgesetzt.
Twinning-Projekte können ein finanzielles Volumen von 250.000 bis zu zwei Millionen Euro haben, die Laufzeit beträgt in der Regel ein bis zwei Jahre. Während dieser Zeit geht ein Langzeitberater (sog. RTA=Resident Twinning Adviser) in das betreffende Land. Zusätzlich sorgen Kurzzeitexperten für die Verbreitung von Fachwissen in Form von Seminaren, Workshops, Konferenzen oder auch Studienreisen. Bei sogenannten Twinning-Light-Projekten beträgt die Laufzeit sechs Monate, ein Langzeitberater ist nicht vorgesehen und das Volumen beträgt maximal 250.000 Euro.
Die Mitglieds- und Partnerstaaten verfügen über nationale Koordinierungsstellen (NCP= National Contact Point) für die Aktivitäten im Bereich des Twinning. Dieser NCP hat folgende Aufgaben:
- Deutscher Vertreter im EU-Gremium der Nationalen Koordinatoren
- Zentraler Ansprechpartner für EU-Kommission, Partnerländer und andere Nationale Koordinatoren
- Förderung der deutschen Teilnahme an EU-finanzierten Behördenpartnerschaften
- Schulung von Langzeitexperten für deren Tätigkeit in den Partnerländern.
In der Bundesrepublik Deutschland nimmt diese Rolle das Referat EB6 "Verwaltungsaufbau, Beratung, Twinning" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wahr.
Zurzeit implementiert die IRZ 10 Twinning-Projekte in der Türkei, Kroatien, Aserbaidschan, Montenegro, Armenien und dem Kosovo.
Aktuelles
IRZ trauert um Herrn Dr. Max Stadler
Dr. Max Stadler, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der IRZ und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium, verstarb am 12. Mai 2013 unerwartet in Passau.
Europäische Menschenrechtskonvention in Mazedonien
Die IRZ führte am 24. April 2013 eine Veranstaltung zur Europäischen Menschenrechtskonvention in Skopje durch.
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